Gabenzaun fr Obdachlose und Bedrftige wird gut angenommen

Das Team der Kindertafel Schweinfurt richtete in der Coronakrise einen so genannten Gabenzaun ein. Die erste Bilanz ist bisher positiv

 SCHWEINFURT • Die Schweinfurter Kindertafel hilft Schweinfurtern“ – unter diesem Motto starteten Stefan Labus, Dagmar Bebersdorf und Rainer Zink, Vorstandsmitglieder der Kindertafel, vor etwa zwei Wochen das Projekt „Gabenzaun für Obdachlose und Bedürftige.“ Schon jetzt zieht die Kindertafel eine überaus positive Zwischenbilanz, heißt es in einer Pressemitteilung.

Man wolle nicht nur über Solidarität reden, sondern sie auch leben. "In schweren Zeiten wie diesen möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen, und gleichzeitig auch die Schweinfurter Bürger bewegen an andere zu denken und Gutes zu tun“, formuliert es Stefan Labus, der ebenso wie seine ehrenamtlichen Mitstreiter begeistert ist ob des positiven Starts der Aktion. „Es ist wunderbar, wie viele Menschen an andere Menschen denken und helfen." Der Gabenzaun in der Friedrichstraße 8 im Innenhof der Schweinfurter Kindertafel werde regelmäßig bestückt und geleert. Es sei also klar, dass tatsächlich ein großer Bedarf hier in Schweinfurt herrscht und die Bedürftigen sehr froh sind, dass es den Gabenzaun gibt.

Große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und gleichzeitig großer Bedarf

Der Zaun ist die ganze Woche über zu jeder Tageszeit zugänglich, niemand braucht einen Berechtigungs- oder Bezugsschein, jeder Bedürftige kann kommen.

An den zwei aufgestellten Bauzäunen finden sich Plastiktüten, in denen Obst, Süßwaren, Lebensmittel, aber auch Dinge der Alltagshygiene sowie Bekleidung gespendet werden. An einem Zaun sollen Lebensmittel, an dem anderen Dinge zur Alltagshygiene und Kleidung angebracht werden. Viele Schweinfurter hätten tatkräftig mit ihren Spenden unterstützt, auch einige Firmen und Organisationen waren beteiligt.

Das Team der Kindertafel ist zwar sehr froh, dass der Gabenzaun gut angenommen wird. Allerdings bittet man darum, vorerst keine weiteren Kleiderspenden zu bringen, da man genügend habe. Dringender benötige man Lebensmittel, auch in kleineren Einheiten. Man bitte darum, die nötigen Hygiene- und Schutzvorschriften während der Coronakrise zu beachten.

© Oliver Schikora
© Foto: Fabian Fischer
Quelle: Volkszeitung Schweinfurt